Legantoo Lesen von DRM-geschützten PDF

Eva P. eva.p0948 at gmail.com
Mi Mai 9 07:51:37 CEST 2018


Hallo Kay,
 > Gibt schon noch ein paar andere Lösungen wie z.B. Tolino, aber ich 
geb dir recht, zumindest was das barrierefreie Lesen betrifft sind die 
Möglichkeiten seeeehr überschaubar.

Das finde ich untertrieben. :-) Welche Möglichkeit außer der ADE kennst 
du denn noch, geschützte PDFs oder Epubs zu lesen? Vielleicht ist mir ja 
etwas entgangen.

> <Zitat
> Die DRM-Lösung "CARE" (Content & Author Rights Environment) hat TEA im 
> Jahr 2015 auf Basis der Open-Source-Lösung Readium LCP 2015 entwickelt. 

Ja, das ist schon klar, Readium bindet mich aber an Google Chrome, wenn 
ich das richtig sehe. Auf dem Smartphone finde ich da weit und breit 
nichts, zumal die Onleihe-App. von der immer die rede ist, seit Jahren 
nicht für uns funktioniert. Zahlreiche Reklamationen und Anmeldung zum 
Beta-Test haben genau nichts ergeben. Die mit öffentlichen Geldern 
zumindest teilfinanzierten Bibliotheken sind auf beiden Ohren taub und 
ziehen sich auf das Argument fehlender Finanzen zurück. Was wiederum 
beweist, dass sie sich gar nicht mit dem Thema beschäftigen. So etwas 
kann ich ganz schlecht ertragen.

Und wenn andererseits Amazon die Anwendungen auf ALLEN BS-Ebenen 
zugänglich gemacht hat und selbst kommerzielle Anbieter wie www.ebook.de 
neue Bücher fast ausschließlich mit Wasserzeichen ausliefern und somit 
plattformunabhängig nutzbar sind, frage ich mich eben, wie die 
Bibliotheken bei Betrachtung des bisherigen Verhaltens künftig vorgehen 
werden.

Für mich ist jedenfalls nicht klar, ob der neue DRM sich wie Adobe oder 
wie ein Wasserzeichen verhalten wird, also ob ich am iPhone oder unter 
Android überhaupt eine App finde, die das Buch lesen kann, denn man muss 
sich ja, wie gesagt, anmelden können.

Den Browser am Smartphone  zu nutzen, ist wegen diverser fehlender 
Steuerbefehle aus meiner Sicht nicht die beste Lösung. Hier kann ich 
z.B. wohl die nächste Überschrift ansteuern, nicht aber die Ebene bestimmen.

> Im Fokus war hierbei ein zeitgemäßer Nutzerkomfort, Unabhängigkeit von 
> proprietären Systemen und ein optimierter Datenschutz.

Was immer das auch bedeuten mag. Ich interpretiere es so, dass die 
anmeldeprozedur bei Adobe als nicht nutzerfreundlich angesehen wird, was 
ja auch stimmt.

> Außerdem wird für die Lektüre geschützter Inhalte aus der Onleihe 
> keine zusätzliche Lesesoftware wie Adobe Digital Editions (ADE) mehr 
> nötig sein. Dies bedeutet ein reibungsloseres und unabhängigeres 
> Onleihe-Erlebnis: Finden, leihen, lesen – dazu brauchen die Nutzer 
> zukünftig nicht mehr als ihre Zugangsdaten von der Bibliothek.

Tja, und die kannst du vermutlich nur im browser eingeben oder eben in 
einer App, die dieses vorsieht. tja, wenn Legantoo den Bbbliothekszugang 
integrieren könnte oder Legantoo als "Bibliotheks-App" anerkannt würde ...

Ich gebe dir recht: Der Wechsel birgt durchaus eine chance für uns. 
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen bin ich aber skeptisch, ob man 
überhaupt an uns denken wird. Vermutlich wird in der App Onleihe einfach 
der Anmeldedialog geändert, was aber die Bücher nicht zugänglicher macht.

Apropos: Kannst du französisch? Es wäre interessant, ein mit dem neuen 
Schutz versehenes Buch zu haben, um testen zu können. Da müsste es ja 
auch kommerzielle Bücher geben. Aber ich verstehe eben kein Französisch 
und die Leute, die in meiner Umgebung die Sprache beherrschen, haben 
keine Ahnung von dem Thema und verstehen gar nicht, worum es mir geht. :-(
VG Eva


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